Redaktion Pflegeverband.net · 2026-03-14
Immer mehr Menschen übernehmen die Pflege eines Angehörigen neben ihrem Beruf. Diese Doppelbelastung führt häufig dazu, dass Arbeitszeiten reduziert oder berufliche Pläne angepasst werden müssen.
Studien zeigen, dass viele pflegende Angehörige ihre Erwerbstätigkeit einschränken, um genügend Zeit für die Betreuung zu haben.
Die Reduzierung der Arbeitszeit kann erhebliche finanzielle Auswirkungen haben. Weniger Einkommen und geringere Rentenansprüche gehören zu den langfristigen Folgen.
Pflegegeld kann zwar eine wichtige Unterstützung darstellen, ersetzt jedoch häufig nicht den vollständigen Einkommensverlust.
Um Angehörige zu unterstützen, existieren gesetzliche Regelungen wie Pflegezeit und Familienpflegezeit. Diese ermöglichen es Beschäftigten, ihre Arbeitszeit vorübergehend zu reduzieren oder ganz auszusetzen.
Dennoch nutzen viele Menschen diese Möglichkeiten nur eingeschränkt, weil finanzielle Einbußen befürchtet werden.
Die Pflege eines Angehörigen erfordert Zeit, Organisation und häufig auch körperliche Belastung. Viele Angehörige übernehmen Aufgaben wie Körperpflege, Haushaltsführung oder Arztbegleitung.
Unterstützungsangebote und Beratungsstellen können helfen, die Pflege besser zu organisieren.
Damit Pflege im eigenen Zuhause möglich bleibt, sind häufig Anpassungen der Wohnung notwendig. Barrierefreie Badezimmer oder technische Hilfsmittel können den Alltag deutlich erleichtern.
Die Pflegekasse unterstützt solche Maßnahmen mit Zuschüssen von bis zu 4.180 €.
Pflegende Angehörige leisten einen entscheidenden Beitrag zur Versorgung pflegebedürftiger Menschen. Gleichzeitig zeigt sich, dass Pflege und Beruf weiterhin schwer miteinander zu vereinbaren sind.