Redaktion Pflegeverband.net · 2026-03-17

Entlastungsbetrag wird oft nicht genutzt – Milliarden bleiben ungenutzt

Viele Pflegebedürftige nutzen den Entlastungsbetrag nicht. Experten sehen Informationsdefizite als Hauptgrund.

Entlastungsbetrag bleibt häufig ungenutzt

Der Entlastungsbetrag in Höhe von 125 Euro pro Monat steht allen Pflegebedürftigen ab Pflegegrad 1 zu. Dennoch zeigen aktuelle Auswertungen, dass ein großer Teil dieser Leistungen in Deutschland nicht abgerufen wird. Experten sprechen von Milliardenbeträgen, die jedes Jahr ungenutzt bleiben.

Der Entlastungsbetrag kann für verschiedene Unterstützungsleistungen eingesetzt werden, etwa für Haushaltshilfen, Betreuungsangebote oder Alltagsbegleitung.

Informationsdefizite als Hauptursache

Viele Pflegebedürftige und Angehörige wissen nicht, dass ihnen dieser Betrag zusteht oder wie er genutzt werden kann. Die Abrechnung erfolgt in der Regel über zugelassene Anbieter, was zusätzliche Hürden schafft.

Beratungsstellen berichten, dass Aufklärung und Information eine entscheidende Rolle spielen, um die Nutzung zu erhöhen.

Unterstützung im Alltag möglich

Richtig eingesetzt kann der Entlastungsbetrag den Alltag erheblich erleichtern. Er kann beispielsweise für Haushaltshilfen oder Begleitdienste genutzt werden.

Gerade pflegende Angehörige profitieren von dieser Unterstützung.

Wohnumfeld bleibt entscheidend

Neben finanziellen Leistungen spielt auch das Wohnumfeld eine wichtige Rolle. Eine barrierefreie Wohnung kann dazu beitragen, Pflege im Alltag zu erleichtern.

Die Pflegekasse unterstützt entsprechende Maßnahmen mit bis zu 4.180 €.

Fazit

Der Entlastungsbetrag bietet großes Potenzial zur Unterstützung von Pflegebedürftigen und Angehörigen. Eine bessere Information könnte dazu beitragen, diese Leistung künftig stärker zu nutzen.

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