Redaktion Pflegeverband.net · 2026-03-01
Das Bundesgesundheitsministerium hat einen aktuellen Bericht zur Entwicklung der Pflegegrade vorgelegt. Demnach ist die Zahl der Menschen mit anerkanntem Pflegegrad erneut gestiegen. Besonders auffällig ist der Anstieg bei höheren Pflegegraden, was auf komplexere Versorgungsbedarfe hinweist.
Die Begutachtungen erfolgen weiterhin durch den Medizinischen Dienst nach einem standardisierten Bewertungsverfahren. Bewertet wird die Selbstständigkeit in verschiedenen Lebensbereichen. Eine Übersicht zur Systematik finden Sie unter https://www.pflegegeld-rechner.com/pflegeversicherung/.
Der Bericht zeigt regionale Unterschiede bei der Bewilligungsquote und bei durchschnittlichen Bearbeitungszeiten. Während einige Regionen stabile Abläufe melden, kommt es andernorts zu Verzögerungen bei der Terminvergabe für Begutachtungen.
Die Bundesregierung kündigte an, digitale Prozesse weiter auszubauen, um Bearbeitungszeiten zu verkürzen und Transparenz zu erhöhen.
Mit steigender Zahl bewilligter Pflegegrade erhöhen sich auch die Ausgaben für Pflegegeld und Sachleistungen. Besonders im ambulanten Bereich wird eine kontinuierliche Kostensteigerung beobachtet.
Zusätzlich zu laufenden Leistungen können weiterhin Zuschüsse für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen von bis zu 4.180 € beantragt werden. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter https://www.pflegegeld-rechner.com/foerderung/.
Die Veröffentlichung des Berichts wird als wichtige Datengrundlage für kommende Reformentscheidungen gewertet. Insbesondere die steigende Zahl höherer Pflegegrade wirft Fragen nach langfristiger Finanzierung und Versorgungsstruktur auf.
Der Bericht unterstreicht die wachsende Bedeutung der Pflegeversicherung im deutschen Sozialstaat. Die dargestellten Entwicklungen werden die politische Debatte weiter prägen.